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Aus für die E-Prämie?

Schluss mit den Subventionen für Elektroautos? Bundesfinanzminister Christian Lindner will die 2016 unter Kanzlerin Merkel beschlossenen Förderungen für den Fahrzeugkauf abschaffen. Die ursprünglich zeitlich begrenzt angelegte Subvention ist immer weiter aufgestockt worden und erreicht inzwischen laut Lindner unter Berücksichtigung aller Vergünstigungen bis zu 20.000 Euro pro Neufahrzeug. Nach anderen Berechnungen sind es sogar noch deutlich mehr.

Lindner sprach sich im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ für einen Subventionsstopp sowohl für Plug-In-Hybride als auch für Elektroautos aus. Elektroautos sind nach wie vor erheblich teurer als klassisch angetriebene Fahrzeuge, sie dienen häufig als Zweit- oder Drittwagen und als „grünes“ Lifestyle-Accessoire. Kritiker meinen zudem, von der Prämie profitierten vor allem Besserverdienende.

Wenn es nach dem EU-Parlament geht, führt an Elektroautos ohnehin kein Weg mehr vorbei: Ab 2035 sollen klassisch angetriebene Autos verboten werden. Mittlerweile regt sich allerdings breite Kritik an dem Beschluss, der überdies erst dann wirksam wird, wenn die einzelnen EU-Staaten zustimmen.

Doch diese Zustimmung gilt mittlerweile als zweifelhaft - denn dass Elektroautos tatsächlich der Umwelt oder dem Klima nützen, wird von vielen Akteuren bezweifelt. Dagegen könnten klassische Verbrenner mit synthetisch erzeugten Kraftstoffen völlig CO2-frei bewegt werden. Lindner hat zuletzt nicht nur die Abschaffung der E-Auto-Prämie angeregt, sondern sich auch gegen das Verbrennerverbot ausgesprochen. (Jens Meiners, cen)

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Porsche Taycan S Cross Turismo.

Porsche Taycan S Cross Turismo.

Foto: Autoren-Union Mobilität/Porsche

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Christian Lindner.

Christian Lindner.

Foto: Autoren-Union Mobilität/Laurence Chaperon

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