Die Strategiewende der US-Administration bei der Elektromobilität sei im Wesentlichen für die Abschreibungen in Höhe von 26,5 Milliarden Dollar (rund 22,2 Mrd. Euro) verantwortlich. Das erklärte Stellantis-Konzernchef Antonio Filosa heute bei der Vorlage der Jahreszahlen 2025 in Mailand. Der US-Markt habe sich durch das Auslaufen von Kaufanreizen, gelockerte Emissionsvorgaben und die veränderte politische Unterstützung für Elektromobilität in den USA stark verändert. Auch Ford und General Motors melden erhöhte Abschreibungen wegen der Marktentwicklung.
Filosa beklagt „Überinvestitionen“ in Projekte für batterieelektrische Fahrzeuge, die bei nachlassender Nachfrage und im Wettbewerb nun teilweise eingestellt oder umstruktiriert werden müssen. Filosa stellt ausdrücklich fest, dass politische Veränderungen in den USA ein wesentlicher Faktor für die Neubewertung der EV-Investitionen sind.
Ford hatte bereits im Dezember 2025 angekündigt, 19,5 Milliarden US-Dollar (rund 16,5 Mrd. Euro) abzuschreiben und plant, mehrere Elektrofahrzeug-Projekte zu streichen oder umzustellen. Das Unternehmen nannte als Gründe die schwächer als erwartete Nachfrage und politische Rahmenbedingungen in den USA, darunter das Auslaufen der 7000-US-Dollar-Kaufprämie und gelockerte Emissionsstandards unter der aktuellen Regierung.
GM hat ebenfalls Milliarden in seinem EV-Geschäft abgeschrieben. Nach mehreren Runden summieren sich EV-bezogene Belastungen auf mehrere Milliarden US-Dollar, so etwa 6 Mrd. US-Dollar (rund 5,1 Mrd. Euro) allein im vierten Quartal 2025. Auch General Motos sieht die nachlassende Nachfrage und den Wegfall der Steuerprämien als Gründe für die Anpassungen von Produktions- und Modellentscheidungen. GM betont, das Unternehmen werde weiterhin an EV-Modellen festhalten und sie nicht pauschal wegen politischer Rahmenbedingungen einstellen. (aum)
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