„Goldenes Lenkrad“, „World Car of the Year“, Red Dot Award „Best of the Best“ – kaum ein Auto hat in seinem ersten vollen Verkaufsjahr so viele Auszeichnungen eingefahren wie der Kia EV3. Nicht ganz unverdient, wie wir nach zwei Wochen Alltag mit dem stattlich gezeichneten Crossover-Stromer bestätigen können. Was nervt, sind nach wie vor die „Piep-Show“ der Fahrassistenten und die hohen Anschaffungspreise. Erstere lassen sich zumindest teilweise mit einfachen Handgriffen reduzieren, letztere nur, wenn man sich für die neue E-Auto-Stütze beim Haushaltseinkommen nackig macht.
Abseits von Awards und Marketingversprechen überzeugt der EV3 aber vor allem dort, wo es zählt: im täglichen Gebrauch. Platzangebot, Reichweite, Fahrkomfort und Bedienbarkeit zeigen, dass Kia den kompakten Stromer nicht (nur) als Designobjekt, sondern als funktionales Alltagsauto konzipiert hat. Das ausgewogene Fahrwerk, die bei moderater Fahrweise praxisnahe Reichweite von über 400 Kilometern und das gut gelöste Bedienkonzept mit echten Tasten sorgen für Entspannung statt Technikstress.
Auch beim Laden bleibt der EV3 in der Praxis alltagstauglich. Größter Stolperstein bleibt allein der hohe Preis – vor allem in der GT-Line. Unser Test zeigt, wo der EV3 glänzt, wo er schwächelt und für wen sich der Einstieg tatsächlich lohnt. (aum)
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